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Erklärung Gegen Moderne Sklaverei und Menschenhandel


Am 1. Januar 2012 trat in Kalifornien (USA) der California Transparency in Supply Chains Act 2010 in Kraft. Ziel dieses Gesetzes ist es, die von Herstellern und Einzelhändlern zur Verfügung gestellten Informationen über ihr Engagement gegen Sklaverei und Menschenhandel zu erweitern und den Verbrauchern so bessere und noch fundiertere Entscheidungen darüber zu ermöglichen, welche Produkte sie erwerben und welche Unternehmen sie unterstützen möchten.

Am 29. Oktober 2015 trat der britische Modern Slavery Act 2015 in Kraft, der erarbeitet wurde, um moderne Sklaverei in der Zulieferkette und in den Unternehmen selbst zu verhindern. Dieses Gesetz verpflichtet bestimmte Unternehmen (unter anderem) dazu, jedes Jahr in einer Erklärung darzulegen, welche Maßnahmen unternommen wurden, um moderne Sklaverei in ihren Unternehmen sowie in den Zulieferketten auszuschließen.

Swarovski Crystal Business (Swarovski) spricht sich gegen Sklaverei und Menschenhandel aus. Das Unternehmen definiert allgemeine Grundsätze, seine Geschäftstätigkeiten nach gesetzlich und ethisch verantwortlichen Prinzipien auszurichten, und fördert das Recht jedes Einzelnen auf Schutz vor Sklaverei und jeglicher Art der Zwangsarbeit am Arbeitsplatz.


Nachweis

Swarovski hat einen Verhaltenskodex für Lieferanten verabschiedet, der in Anlehnung an den UN Global Compact für Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umweltschutz, die Erwartungen an Lieferanten und Auftragnehmer darlegt. Swarovski erwartet von Lieferanten, alle im jeweiligen Land geltenden nationalen Gesetze und Bestimmungen in vollem Umfang einzuhalten und den Anforderungen sonstiger Regierungsbehörden in jenen Ländern nachzukommen, in denen sie tätig sind sowie die Belegschaft gerecht und respektvoll zu behandeln. Um sicherzustellen, dass Lieferanten Swarovskis Unternehmensstandards beachten und umsetzen, enthält die Geschäftsvereinbarung, die das Vertragsverhältnis mit den Lieferanten regelt, eine Bestimmung, die festlegt, dass die Vertragspartner den Verhaltenskodex für Lieferanten sowie alle geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten müssen. Dazu zählen auch nationale und internationale Gesetze gegen jede Art von Zwangsarbeit und Schuldknechtschaft (wie Sklaverei und Menschenhandel).

Im Rahmen der von Swarovski 2014 eingeführten „Responsible Sourcing“-Initiative (RSI) wird von allen Lieferanten von Fertigprodukten gefordert, sich an die Grundsätze des Verhaltenskodex für Lieferanten zu halten. Daher müssen Lieferanten innerhalb der direkten Beschaffungskategorien (d.h. alle Lieferanten, deren Waren direkt in Swarovskis Endprodukte einfließen) den Verhaltenskodex gleich zu Beginn des Vertragsverhältnisses mit Swarovski unterzeichnen und damit dessen Einhaltung gewährleisten. In einem zweiten Schritt werden mithilfe einer Risikobewertung ausgewählte Lieferanten ermittelt, die ebenfalls in den Geltungsbereich der RSI fallen sollen. Grundsätzlich wird das Risiko von Zwangsarbeit oder anderen schlechten Arbeitspraktiken bei Lieferanten, die ihre Waren in Niedrig- oder Mittellohnländern produzieren, höher eingestuft. Anschließend werden die Bemühungen dieser ausgewählten Lieferanten, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen, im Rahmen von externen Audits (beispielsweise nach den Standards des Responsible Jewellery Council [RJC], des Sedex Members Ethical Trade Audit [SMETA] oder gemäß dem SA8000 der Social Accountability International) oder mit einer internen Bewertung der Arbeitsbedingungen (auf Basis der SMETA-Standards), die vom „Corporate Social Responsibility“(CSR)-Team durchgeführt wird, verfolgt. Je nach Ergebnis des Erstaudits folgt nach 6 bis 18 Monaten ein weiteres Audit.


Audit

Swarovski kann bestimmte zugelassene Lieferanten im Rahmen eines Audits auf Einhaltung des Verhaltenskodex für Lieferanten überprüfen und behält sich das Recht vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden, falls Verstöße gegen Gesetze oder grundlegende internationale Prinzipien bezüglich der Arbeitsstandards oder ethischer Geschäftspraktiken erkennbar werden. Insbesondere hat Swarovski in den letzten Jahren durch die Umsetzung der RSI bei ausgewählten Lieferanten externe Audits eingeleitet. Bei Bedenken hinsichtlich der Einhaltung des Verhaltenskodex für Lieferanten oder anderer geltender Standards hat Swarovski diese Lieferanten im Rahmen von Gesprächen sowie durch Folge-Audits zur Verantwortung gezogen.

Alle eigenen Produktionsstätten in Österreich, Serbien, Thailand, Indien und Vietnam, aus denen das Gros der Produkte stammt, wurden durch das CSR-Team und/oder externe Auditoren einer Prüfung nach SMETA oder gleichwertigen, international anerkannten Standards unterzogen. Die konkreten Ergebnisse der Audits werden von Swarovski nicht veröffentlicht. Audits können mit oder ohne Voranmeldung stattfinden und werden abhängig vom Auditzyklus des jeweils geltenden Standards durchgeführt.

Swarovski hat sich der fortlaufenden Erweiterung und Verbesserung seiner RSI verpflichtet. Ziel dieser Aktivitäten ist es, alle Lieferanten in den Geltungsbereich der RSI-Audits miteinzubeziehen.

Zertifizierung

Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im RJC bemüht sich Swarovski außerdem um die Sicherstellung der Einhaltung der RJC-Standards gegen Sklaverei und Menschenhandel. Die RJC wurde 2005 gegründet, um verantwortungsbewussten und ethischen Einkauf unter Beachtung der Menschenrechte sowie sozial und ökologisch verantwortungsvoller Verfahren in den Lieferketten für Gold, Platin und Diamanten zu fördern. Zum rigorosen Zertifizierungsverfahren des RJC gehören unter anderem unabhängige externe Audits, bei denen die Mitglieder auf die Einhaltung von Menschenrechtsstandards geprüft werden. Nach erfolgreichem Audit durch einen zugelassenen externen Auditor erhielten 2015 sowohl das Swarovski Gemstones Business als auch Chamilia, die US-Tochter für personalisierten Schmuck, die RJC-Zertifizierung für jeweils drei Jahre. Weitere Informationen zum RJC erhalten Sie hier.

Im Rahmen der „Responsible Sourcing“-Initiative (RSI), dem Programm zur Überwachung der Arbeitsschutzbedingungen bei Lieferanten, werden Lieferanten bestärkt, sich um die Zertifizierungen nach RJC und/oder SA8000 zu bemühen. Um Zweigleisigkeiten bei Audits und Zertifizierungsverfahren in den Produktionsstätten zu vermeiden, bleibt es den Lieferanten überlassen, für welchen Ansatz sie sich entscheiden.


Interne Verantwortlichkeit

CSR wird bei Swarovski auf höchster Ebene vom Executive Board, dessen Mitglieder allesamt Nachfahren des Gründers Daniel Swarovski sind, getragen. Dem Vice President (VP) Corporate Social Responsibility untersteht das globale CSR-Team, das die CSR-Strategie in die Praxis umsetzt. Das Team arbeitet mit Kolleginnen und Kollegen im gesamten Unternehmen zusammen und unterstützt dabei, CSR in das Tagesgeschäft zu integrieren und trägt mit seinem Know-how bei relevanten Fragen und sich entwickelnden Projekten dazu bei, die CRS-Ziele zu berücksichtigen und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Geschützt und strukturiert wird die Corporate Governance auch durch die Abteilung Internal Audit unter der Leitung des VP for Internal Audit and Compliance. Der VP, der eine unabhängige Sicht von Risiko-, Compliance- und Integritätsthemen hat, berichtet dem Audit Committee direkt in regelmäßigen Abständen. Unterstützt wird der VP in seiner Tätigkeit von einem weltweiten Team. Zusätzlich gibt es einen Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einkauf, der genaue Richtlinien für den Umgang mit Lieferanten sowie einen integren und transparenten Einkauf definiert.

Schulung

Swarovski hat interne Schulungsmaterialien erstellt, die den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einkauf die RSI vermitteln. Das CSR Team arbeitet stets mit den Mitarbeitern aus dem Einkauf daran, die RSI voranzutreiben, um proaktiv Einfluss zu nehmen, das Risiko der Sklavenarbeit zu verringern. Darüber hinaus berät das CSR-Team Lieferanten, um die Beziehung mit ihnen zu stärken und nachhaltige Kapazitäten in ihren Fabriken aufzubauen.

Je nach Bedarf erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Produktionsstätten Schulungen und eine kontinuierliche Beratung durch Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Als Mitglied des Responsible Jewellery Council hat Swarovski beispielsweise Monitoringlösungen und Schulungsprogramme für das Gemstones Business sowie für Chamilia, die US-Tochter für personalisierten Schmuck, entwickelt bzw. weiter ausgebaut. Ebenso wird das Personal in den anderen Produktionsstätten geschult und gefördert, um zu gewährleisten, dass die jeweils geltenden Anforderungen erfüllt werden.

Weitere Informationen über das Engagement von Swarovski, Sklaverei und Menschenhandel in ihren Lieferketten abzuschaffen und ihnen vorzubeugen, finden Sie auf der Seite Verantwortungsvolle Lieferkette in unserem Nachhaltigkeitsbericht.